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Hyaluronsäure

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Chemisch gesehen gehört die Hyaluronsäure zu den Polysacchariden, einer Untergruppe der Kohlenhydrate, also den Vielfachzuckern und ist wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Die Hyaluronsäure besitzt die Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden (1 Gramm kann bis zu 6 Liter Wasser binden!), ist der Hauptbestandteil der Synovia (Gelenkflüssigkeit) und wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen.

Das Zahnfleisch besteht aus dicht-faserigem Bindegewebe, das die Zähne im Kieferknochen hält. Hier spielt Hyaluronsäure, welche das Bindegewebe umgibt, eine bedeutende Rolle. Ein Mangel an Hyaluron kann zu Zahnfleischerkrankungen bzw. Schwellungen führen. Hyaluronsäure sichert den festen Sitz der Zähne sowie die Versorgung mit Feuchtigkeit und Nährstoffen – alles in allem: ein gesundes Zahnfleisch.

Hyaluronsäure hat weiterhin geweberegenerierende, heilungsfördernde und entzündungshemmende Funktionen, die auch in der Behandlung von Parodontitis wertvoll ist. Gesundes Zahnfleischgewebe enthält ca. 0,8 % Hyaluronsäure, krankes Zahnfleischgewebe ist durch einen Hyalurongehalt von ca. 2% gekennzeichnet, da dieses maßgeblich am Heilungsprozess beteiligt ist. Sie beeinflusst maßgeblich den Informationsaustausch zwischen den Zellen und hat daher große Bedeutung für Wundheilungsprozesse. Ihre hohe Effizienz konnte in einer Reihe von Untersuchungen nachgewiesen werden.
Mit dem Abbau von Hyaluronsäure im Körper in ihre niedermolekularen Formen kommt es zu einer Verbesserung der Versorgungssituation im Wundgebiet. Hyaluronsäure übernimmt an dieser Stelle per sofort den Nährstofftransport ins betreffende Gewebe. Eine Ausbildung von neuen Blutgefäßen zur Wundversorgung hingegen würde in der Regel mehrere Tage in Anspruch nehmen. Der erhöhte Zustrom an Nährstoffen, Sauerstoff und immunkompetenten Zellen wirkt beschleunigend auf die Wundheilung.

Hyaluronsäure kann der Narbenbildung entgegenwirken. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass beispielsweise während der Embryonalentwicklung Wunden narbenfrei abheilen. Dabei kommt es zu einer vollständigen Regeneration des Gewebes. Ursache für diese narbenfreie Abheilung ist eine für dieses Entwicklungsstadium natürlich hohe Konzentration an Hyaluronsäure. Die Aktivitäten von Hyaluron sind während des gesamten Wundheilungsprozesses zu beobachten, von der Blutgerinnung, über die Entzündungsphase und Proliferation bis zur Epithelisierung einschließlich Remodellierung.

Hyaluronsäure ist in der Lage, chronische Wunden (beispielsweise im Mundraum) in eine akute Wundheilungsphase zu überführen.

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Schlagzeilen

Hierbei handelt es sich um das Wiedereinsetzen eines meist ungewollt entfernten Zahnes. Zum größten Teil bedingen Unfälle einen solchen vollständigen Zahnverlust. Ist der Zahn nicht gebrochen, eine Wurzelkanalbehandlung möglich, der Knochen nicht beschädigt, kann der Zahn an seine alte Stelle im Kiefer wieder eingesetzt werden. Der Zahnhalteapparat ist zwar zerstört, aber ein knöchernes Anwachsen des Zahnes möglich. Der Zahn wird durch den Zahnarzt geschient, so dass er in seiner Position bleibt und kann ggf. noch mehrere Jahre in dieser Form im Munde verbleiben. Umso jünger der Patient ist, desto besser stehen die Erfolgschancen. Hinzu kommt, dass ein frischer, gerade erst verlorener Zahn, der in Speichel oder Milch transportiert wurde, wesentlich erfolgreicher vom Zahnarzt wieder eingepflanzt werden kann. Nur leider ist diese Art des Transports oft nicht bekannt, so dass viele Patienten ihn eher in ein trockenes Tuch wickeln.