Kinder

Kinder beim Zahnarzt – ein guter Start von Anfang an

Der erste Zahnarzttermin
Der erste Besuch beim Zahnarzt ist etwas Besonderes – für Kinder und für Eltern. Damit Ihr Kind entspannt ankommt, möchten wir Ihnen ein paar erprobte Tipps mitgeben, die sich in vielen tausend Kinderbehandlungen bewährt haben.
So können Sie Ihr Kind vorbereiten

  • Sprechen Sie positiv über den Mund: Lachen, sprechen, singen, pfeifen, küssen, essen – all das passiert dort. Es ist ganz normal und in Ordnung, dass der Zahnarzt sich diesen Bereich anschaut.
  • Wecken Sie Neugier: Ein Zahnarztbesuch kann zu einem spannenden Erlebnis werden – mit neuen Eindrücken, spannenden Geräten und viel Lob.
  • Planen Sie den Tag ruhig: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausgeruht ist und Sie genügend Zeit haben. Stress vor dem Termin überträgt sich schnell.

Vermeiden Sie beruhigende Sätze wie „Du brauchst keine Angst zu haben, es tut nicht weh“. Kinder hören eher „Angst“ und „weh“. Wenn Ihr Kind fragt, ob die Behandlung weh tut, hilft eine Antwort wie: „Die meisten Kinder sagen, es kitzelt.“

Unsere Vorgehensweise in der Praxis

  • Wir führen Ihr Kind behutsam und Schritt für Schritt an alles heran. Manchmal braucht es mehrere kurze Termine – das ist normal und sinnvoll.
  • Unsere Sprache und Geschichten dürfen ruhig etwas „fantasievoll“ klingen. Das ist Absicht und Teil spezieller Techniken, mit denen Kinder leichter entspannen.
  • Loben statt schimpfen: Bitte schimpfen Sie Ihr Kind nicht – weder vor, während noch nach der Behandlung. Ein ehrliches Lob, selbst für kleine Fortschritte, stärkt das Selbstvertrauen enorm.

Belohnungsversprechen („Wenn du brav bist, bekommst du…“) setzen Kinder oft zusätzlich unter Druck. Besser ist ein ruhiges, wertschätzendes „Du hast das toll gemacht.“

Ihre Rolle als Eltern

Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer ist willkommen – idealerweise begleitet eine Bezugsperson das Kind. Helfen Sie am besten so:

  • Bleiben Sie im Hintergrund und überlassen Sie uns die Führung Ihres Kindes.
  • Folgen Sie unseren Zeichen und Anregungen – so entsteht eine gute Zusammenarbeit für eine entspannte Behandlung.

Manche Kinder orientieren sich so stark an den Eltern, dass der Kontakt zum Praxisteam schwerer wird. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, wenn das Kind eine Zeit lang allein mit uns im Behandlungszimmer bleibt. Dies besprechen wir natürlich behutsam mit Ihnen.

Wenn Ihnen selbst Zahnarztbesuche unangenehm sind oder Sie Angst haben, spürt Ihr Kind das oft sehr deutlich. Überlegen Sie deshalb in Ruhe, ob Ihre Anwesenheit im Behandlungsraum Ihrem Kind hilft – oder ob es entspannter ist, wenn Sie kurz draußen warten.

Transparenz und Vertrauen

Alle geplanten Maßnahmen besprechen wir vorher ausführlich mit Ihnen und führen sie nur mit Ihrer Zustimmung durch. Unser Ziel ist, dass der Zahnarztbesuch für Ihr Kind zu einer positiven, möglichst entspannten Erfahrung wird.

Wenn Ihr Kind bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat oder sehr ängstlich ist, sprechen Sie uns gerne schon vorab an – persönlich, telefonisch oder per E‑Mail. Gemeinsam finden wir einen Weg, wie Ihr Kind sich sicher und gut aufgehoben fühlen kann.

Ein Geschenk fürs ganze Leben

Mit Ihrer Unterstützung und unserer Erfahrung kann Ihr Kind etwas sehr Wertvolles lernen:
dass ein Zahnarztbesuch nichts Bedrohliches ist und ein gesunder Mund Freude macht. So kann aus einem unsicheren kleinen Patienten ein erwachsener Mensch werden, der mit gesunden Zähnen und ohne Angst herzlich lachen kann.

Schlagzeilen

Weisheitszähne haben mit Engständen an den vorderen Zähnen selten etwas zu tun

Das Thema kommt bei unseren Sprechstunden alle 3 bis 4 Wochen vor, wenn zum Beispiel wieder ein Jugendlicher Zahnspangenträger mit seinem großen Röntgenbild vom Kieferorthopäden zu uns geschickt wird. Der oder die Kollege/in wünscht von uns die Entfernung der Weisheitszähne. Warum und weshalb erfahren wir von der begleitenden Mutter: "Damit sich die Zähne vorne nicht verschieben". Dann folgt eine typische Auseinandersetzung zwischen uns und der Mutter über die wissenschaftliche Erkenntnis bezüglich der Weisheitszähne und deren Auswirkung auf einen frontalen Engstand. Leider hat diesem Fall der Kieferorthopäde keine zwei Sekunden über die von ihm veranlasste Zahnentfernung nachgedacht. Und würden wir das tun, was wir Deutsche am besten können, nämlich einfach ohne selber nachzudenken funktionieren, dann würden wir als der Hauszahnarzt an dieser Stelle dem Patienten die Weisheitszähne einfach entfernen. Schließlich verdienen wir damit unsere Brötchen. Das Spielchen spielen wir aber nicht mehr mit.

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