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Bromelain

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Die Ananas ist unter Naturvölkern schon lange als Heilpflanze bekannt. Legt man Pflanzenteile auf Wunden oder entzündete Stellen, so schwellen diese schneller ab und beschleunigen die Wundheilung. Für diese Heilkraft ist ein Enzym namens Bromelain verantwortlich.

Die positive Wirkung ist auch im Bereich der Zahnmedizin nutzbar. Schwellungen, die nach dem Setzen eines Implantates auftreten, oder Zahnfleischentzündungen/-reizungen können mit Bromelain-Präparaten günstig beeinflusst werden, so dass eine schnellere Heilung eintritt. Auch einige Tage lang vor dem zahnmedizinischen Eingriff kann Bromelain prophylaktisch eingenommen werden.

Der Einsatz von Bromelain beschränkt sich nicht auf die Zahnmedizin. Auch in der HNO-Medizin und Sportmedizin wird Bromelain beispielsweise erfolgreich eingesetzt.

Sportmedizin
In der Akuttherapie bei Sportverletzungen wie z. B. Zerrungen, Prellungen und Stauchungen findet Bromelain ebenso Einsatz wie bei postoperativen Schwellungszuständen. Als effektive Ergänzung von herkömmlichen Therapieansätzen (Bsp.: Kälteanwendungen, Kompression) trägt es zu einem schnelleren Heilungserfolg bei. Immer häufiger wird Bromelain auch als Ergänzung bzw. Alternative zu Schmerzmitteln verwendet.

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Bromelain wird in der HNO besonders bei der Behandlung der akuten Sinusitis, einer Entzündung der Nasennebenhöhlen, eingesetzt. Ohne Therapie dauert ihre Heilung bis zu vier Wochen; damit sie nicht chronisch wird, ist ein Abschwellen der Nasenschleimhaut wichtig. Bromelain reduziert nahezu ohne Nebenwirkungen die Beschwerden innerhalb kürzester Zeit.

Plastisch-ästhetische Chirurgie
Postoperative Schwellungen bei ästhetisch-chirurgischen Eingriffen (z. B. Face lifts) können zu Komplikationen führen und das Operationsergebnis erheblich beeinträchtigen. Bromelain zeichnet sich hier durch beschleunigten Schwellungs- und Schmerzrückgang bei sehr guter Verträglichkeit aus.

Dentale Implantologie
Zahnimplantate sollen zu einer endgültigen Integration des Implantats in Knochen und Gewebe führen. Postoperativ auftretende Entzündungen sowie Schwellungen des Gewebes müssen verhindert werden, da diese zu Schmerzen und zum Implantatverlust führen können. Die prä- und postoperative Gabe von Bromelain führt zu geringeren Schwellungen und zu einer guten dentalen Wundheilung.
Zwei bis drei Tage vor und bis zu einer Woche nach einer Zahn- Operation empfehlen Zahnmediziner wie Prof. Dr. Dr. Josef Dumbach, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg aus Saarbrücken.



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Schlagzeilen

Durch die Wurzelspitzenkappung (Wurzelspitzenresektion) steht eine weitere Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung, mit der ein Zahn erhalten bleiben kann.

Manchmal entzündet sich der Knochen um das Ende einer Zahnwurzel. Ist eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung nicht möglich oder erfolgreich, zum Beispiel weil der Patient beim Verschluss des Zahnes immer wieder Schmerzen bekommt, muss ein Teil der Wurzelspitze, meist ca. 3-5 mm, abgetragen werden. In diesem Bereich sind die Hohlräume des Zahnes wie ein Flussdelta weit verzweigt. So kann die normale Wurzelfüllung alle Seitenäste oft nicht erfolgreich abdichten. Die Wurzelspitzenabtrennung wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach Aufklappung der Schleimhaut wird der Knochen über der Wurzelspitze abgetragen.
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